Aspekte zum Radschnellweg

Zwischen Aachen und Herzogenrath soll ein Radschnellweg entstehen, der die Orte auf der Strecke einbindet und auf niederländischer Seite weiter geführt werden kann.

Vom Prinzip her eine gute Sache, da Herzogenrath dringend eine Verkehrsentlastung braucht (siehe Wahlprogramm). Allerdings gibt es auch berechtigte Einwände.

Das Thema B258n ist weitestgehend Geschichte und eine andere Entlastungsmöglichkeit ist bislang nicht in Sicht. Bleiben also nur die anderen potentiellen Verkehrsmittel: Bus, Bahn und Fahrrad.

Da der Bus auf die selben Straßen angewiesen ist, und somit genauso abhängig vom Verkehrsaufkommmen ist, bringt er nur bedingt Entlastung und auf den Schienen gibt es bereits genügend Möglichkeiten. Bleibt also das Radwegenetz, welches in Herzogenrath und Umgebung nicht gut genug gepflegt und ausgebaut ist, um für den täglichen Verkehr eine attraktive Alternative zu bieten.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch einige berechtigte Einwände, die berücksichtigt werden sollten.

  • Die bereits existierenden Radwege sind nicht alle in einem Zustand, in dem sie mit einem Rad schnell befahren werden könnten. Allerdings könnte man hier aus der Not eine Tugend machen und die schon bestehenden Wege zum neuen Radschnellweg ausbauen. Mangelnde pflege ist oft durch fehlende Gelder und politischen Willen begründet.
  • Derzeit ist die konkrete Trassenführung noch offen, es gibt lediglich einen Korridor, in dem die Städte erschlossen werden sollen. Hierbei wird es natürlich diverse Probleme geben, über die diskutiert werden muss. Die Verwaltung plant eine Bürgerbeteiligung, die das ermöglichen soll. Die Plattform dazu soll in wenigen Wochen online gehen.
  • Die Kosten des Radschnellwegs sollen bei ca. 18 Mio. Euro liegen (laut Planung ca. 1 Mio pro km), bei einer Förderung von 80% blieben für die Städteregion Aachen noch 3,6 Mio. zu stemmen. Für Herzogenrath sind die Beteiligungskosten gedeckelt (Nothaushalt).

Die aktuelle Planung ist noch in einer sehr frühen Phase, so dass jetzt auch noch viele Möglichkeiten bestehen darauf Einfluss zu nehmen. Besonders gespannt bin ich auf die angekündigte Plattform zur Bürgerbeteiligung und die daraus resultierenden Ergebnisse.

3 Kommentare

  1. 1

    Finde den Radweg futuristisch und gut.
    Eine echte Alternative zum Stau in Kohlscheid / L 232
    Somit kann dann der Neubau der Umfahrung Uersfeld Forsterheide zu den Akten gelegt werden.
    Ein Radweg wo Pendler sicher hohes Tempo fahren können….ich denke Kai findet das auch gut.

  2. 2

    Die Funktion eines Radschnellweges ist meiner Meinung nach nicht mit einem bisherigen Radweg vergleichbar .
    Tempo von 40 km/h muss sicher uu fahren sein!!!

  3. 3

    Um ernst gemeinte Mobilität anzustreben, muss diskutiert werden,
    ob ein Freizeit und Fussweg neben dem Radschnellweg zu Konflikten führt.
    Neben einer Autobahn gibt es in der Regel z.B. keinen Radweg.
    Ich erachte eine Fahrbahnbreite von 2,50 Meter je Richtung als notwendig.

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