[Antrag] Raumsituation in der OGS Alt-Merkstein

Beschlussvorschlag der Verwaltung:

Der Ausschuss für Bildung, Sport und Kultur beauftragt die Verwaltung, die Raumsituation zu prüfen und über das Ergebnis zu berichten.

Sachverhalt:

Die UBL-Fraktion, die Fraktion Bündnis90/Die Grünen und die Piratenfraktion haben mit Schreiben vom 13.03.2017 beantragt, die Raumsituation der OGS Alt-Merkstein zum Schuljahr 2017/2018 zu verbessern. Das Schreiben ist als Anlage beigefügt.

In der GS Alt-Merkstein werden derzeit Brandschutzmaßnahmen durchgeführt. Die Verwaltung wird im Rahmen des noch aufzustellenden Brandschutzkonzeptes Optimierungen der Raumsituation prüfen und hierzu berichten.

Rechtliche Grundlagen:

§ 79 Schulgesetz NRW

Anlage: %

 

Herzogenrath, den 20.03.2017

Der Bürgermeister

Christoph von den Driesch

 

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Sitzung des BSK am 23.05.2017

Beschlussvorschlag der Verwaltung:

Der Ausschuss für Bildung, Sport und Kultur nimmt die ausführliche Bewertung der Verwaltung zur Raumsituation der Grundschulen der Stadt Herzogenrath aufgrund der voraussichtlichen Schülerentwicklung für das Schuljahr 2017/2018 zur Kenntnis

Die Verwaltung wird beauftragt, die Raumanalyse den Schulleitungen und OGS-Trägern zur Stellungnahme zuzuleiten und für die Sitzung des Ausschusses für Bildung, Sport und Kultur am 26.09.2017 einen abschließenden Vorschlag zu den notwendigen baulichen Maßnahmen vorzuschlagen.


Sachverhalt:

Im Rahmen der Beschlussfassung über den Schulentwicklungsplan hat der Rat der Stadt Herzogenrath am 25.10.2017 u.a. beschlossen:

  • die Mensasituation an der Leonhardstraße zu verbessern
  • für die Grundschule Pannesheide gemeinsam mit der Schule ein optimiertes Nutzungskonzept für die vorhandenen Räumlichkeiten zu erarbeiten
  • Erweiterungsmöglichkeiten des OGS-Bereiches an der GS Klinkheide zu prüfen.

 

Ergänzend hierzu haben die UBL-Fraktion, die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und die Piratenfraktion am 13.03.2017 beantragt, die Raumsituation der GS Alt-Merkstein insbesondere hinsichtlich des OGS-Bereiches zu prüfen.

Aus der Sicht der Verwaltung ist es erforderlich, die Raumsituation ganzheitlich für alle Grundschulen im Stadtgebiet nochmals zu betrachten um – bei aller Schwierigkeit aufgrund des Altgebäudebestandes – einen möglichst gleichen Standard zu gewährleisten. Darüber hinaus ist es der Verwaltung wichtig, die voraussichtlichen Schülerzahlen und Schüler/innen des OGS-Bereiches in die Betrachtung zu berücksichtigen.

Dies hat die Verwaltung in einer umfangreichen Aus- und Bewertung vorgenommen und hat diese zusammengefasst für jeden einzelnen Schulstandort nochmals komprimiert für die wesentlichen Räume dargestellt. Auf folgende Besonderheiten wird nochmals eingegangen:

  1. Raumstandards für den Schulbetrieb bzw. die OGS

Wie bekannt ist, gibt es weder für die Schule noch für die OGS verbindliche Standards hinsichtlich der notwendigen Räumlichkeiten und Ausstattung. Auf die ausführlichen Ausführungen im Rahmen des Schulentwicklungsplanes wird verwiesen. Die Verwaltung hat daher als Anhaltspunkt die aktuellen Förderrichtlinien des Landes für die Ersatzschulförderung als Orientierung für einzelne Raumtypen angewendet.

 

Hinsichtlich der OGS hat die Verwaltung – auch in den Gesprächen mit den Schulleitungen – immer wieder auf die Einheitlichkeit der Schule und OGS verwiesen und den Grundsatz der multifunktionalen Nutzung aller vorhandenen Räumlichkeiten hervorgehoben. D.h. grundsätzlich stehen alle Räumlichkeiten des Schulbetriebes auch für den OGS-Bereich zur Verfügung. Dies entspricht auch der Verfahrensweise in den Kommunen der Städteregion.

 

Aus der Sicht der Verwaltung ist es jedoch aufgrund der unterschiedlichen Raumgestaltung und -größe erforderlich, hiervon in Teilbereichen abzuweichen. Von besonderer Wichtigkeit war hierbei auch die Aussage der Schulleitungen/OGS-Koordinatoren, dass nach dem Schulunterricht, dem Mittagsessen und der Hausaufgabenbetreuung die Kinder am Nachmittag in erster Linie Zeit zum Spielen/Toben brauchen. Insbesondere für Freizeitaktivitäten ist es z.B. wichtig, ob eine Sporthalle oder Aula/Forum zur Verfügung steht. Von daher hat die Verwaltung generell vorgesehen, dass für je zwei OGS-Gruppen ein zusätzlicher Gruppenraum zur Verfügung steht. Die Halbtagsgruppe wurde hierbei nicht berücksichtigt.

 

In der Anlage 1 hat die Verwaltung die Grundlagen des berücksichtigten Raumstandards nochmals zusammengefasst.

 

  1. Qualitätszirkel OGS

 

Bereits 2007 hat die Stadt Herzogenrath mit den OGS-Trägern Standards festgelegt. Diese sind in der Anlage 2 nochmals beigefügt.

 

Der Ausschuss für Bildung, Sport und Kultur hat am 17.09.2015 den Qualitätszirkel OGS beauftragt, zu den bereits vorhandenen Qualitätskriterien pädagogische Mindeststandards für die OGS zu erarbeiten.

 

Ein Arbeitskreis aus OGS-Koordinatoren, Trägervertretern und Schulleitern haben zwischenzeitlich Qualitätskriterien vorgelegt. Die Verwaltung hat hierzu den Qualitätszirkel zu einem ersten Termin am 03.05.2017 eingeladen. Bei diesem Termin wurde deutlich, dass die jetzt vorgelegten Mindeststandards insbesondere hinsichtlich der Anzahl und der Qualifikation des eingesetzten Personals sowie der Gruppengröße und damit zwangsläufig der Anzahl Räumlichkeiten erheblich über dem derzeitigen Standard liegen und deutlich höhere zusätzliche organisatorische und finanzielle Rahmenbedingungen erfordern und teilweise noch die Forderungen des Arbeitskreises der Verbände der freien Wohlfahrtspflege überschreiten.

 

Unter Berücksichtigung, dass die Stadt Herzogenrath bereits jetzt deutlich höhere Finanzanteile als vorgeschrieben übernimmt, sind diese Standards nicht umzusetzen. Es wurde im Qualitätszirkel aber auch deutlich, dass der Arbeitskreis als Adressaten vordringlich die neue Landesregierung sieht.

 

Von daher können die vorgelegten Mindeststandards derzeit nicht weiterhelfen. Im Qualitätszirkel wurde deshalb vereinbart, dass das Ergebnis im Runden Tisch OGS (alle Schulleiter, OGS-Träger sowie Koordinatoren) diskutiert werden soll. Ziel kann es aus der Sicht der Verwaltung nur sein abzustimmen, in welchen beeinflussbaren Bereichen es möglich ist, unter den finanziellen Rahmenbedingungen Verbesserungen umzusetzen. Anschließend sollen die Vorschläge dem Arbeitskreis Schulentwicklungsplanung vorgestellt werden.

 

Zu den von der Stadt Herzogenrath beeinflussbaren Rahmenbedingungen zählt die räumliche Ausstattung der Offenen Ganztagsschule.

 

In den Mindestqualitätsstandards des Arbeitskreises ist zu die Raumanforderung folgendes aufgeführt (Soll-Standard):

 

„Idealerweise sind Spiel- und Essenskontext räumlich getrennt, d.h. es stehen geeignete, in ihrer Funktion kindgerechte Räumlichkeiten im Rahmen der Verpflegungssituation zur Verfügung, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen….In neu ausgebauten Essensräumen steht genügend Platz zur Verfügung…Zudem können mehr Schüler/innen gleichzeitig essen..“

 

„Alle in der Schule vorhandenen Räume und das darin befindliche Material werden in ein gemeinsames Raumkonzept einbezogen und von allen an Schule beteiligten Instanzen verantwortungsvoll genutzt und gestaltet. …Es gibt zusätzliche funktionalisierte Räume wie Ruheräume, Toberäume, Werkräume, Kreativräume usw….“

 

  1. Raumsituation in den einzelnen Schulen:

 

Die erste Bewertung der Raumsituation an den einzelnen Schulstandorten aus der Sicht der von der Verwaltung erarbeiteten Grundsätze ist in der Anlage 3 detailliert dargestellt worden.

 

  1. Weiteres Vorgehen:

 

Vor dem Hintergrund der Diskussion im Qualitätszirkel OGS schlägt die Verwaltung vor, diese Raumbewertung den Schulen und OGS-Trägern zur Stellungnahme und Bewertung zuzuleiten, um auf dieser Grundlage eine abschließende Entscheidung zu ggfs. notwendigen Maßnahmen treffen zu können.

 

Die Verwaltung wird dann für die Sitzung des Ausschusses für Bildung, Sport und Kultur am 26.09.2017 einen Entscheidungsvorschlag unterbreiten.

 

Rechtliche Grundlagen:

Die Stadt Herzogenrath als Schulträger ist verpflichtet, die räumliche und sächliche Ausstattung der Schulen zu gewährleisten.

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