Save the Date – Podiumsdiskussion: Acht Politiker debattieren in der Citykirche

Von: Sarah-Lena Gombert
Letzte Aktualisierung: 30. August 2017, 18:06 Uhr

Foto: Heike Lachmann

Stellen sich am Dienstag, 12. September, den Fragen der Redaktion unserer Leser:

Aachen. Ein Land, in dem alle gut und gerne leben. Ein Land mit mehr sozialer Gerechtigkeit. Ein Land mit Chancengleichheit. Ein Land, dessen großes Potenzial sich endlich entfalten kann. Ein Land, in dem der Mittelstand gestärkt wird. Ein Land, in dem der Mensch wichtiger ist als der Profit: Während des Bundestagswahlkampfs versprechen die Vertreter der politischen Parteien allerhand.

Mit ihren Ideen und Vorhaben kämpfen in Aachen acht Direktkandidaten um die Stimmen der Wählerinnen und Wähler und um ein Mandat im deutschen Bundestag. Was die Politiker zum Thema Arbeit und Altersarmut sagen, und was sie unter dem Schlagwort soziale Gerechtigkeit verstehen, werden sie am Dienstag, 12. September, in der Aachener Citykirche erklären.

Ist Vollbeschäftigung das richtige Ziel, um Wohlstand für alle zu erzielen? Wie lassen sich das Rentenniveau und der demografische Wandel im Land unter einen Hut bringen? Reicht der Mindestlohn für ein gutes Leben aus? Wie lassen sich Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt integrieren? Alle acht Kandidaten, Matthias Achilles (Piraten), Katrin Feldmann (Grüne), Cliff Gatzweiler (FDP), Rudolf Henke (CDU), Andrej Hunko (Linke), Markus Mohr (AfD), Nico Riedemann (ÖDP) und Ulla Schmidt (SPD) nehmen an diesem Abend ab 19 Uhr an der Podiumsdiskussion der „Nachrichten“ teil, um sich den Fragen der Redaktion und unserer Leser stellen.

Altersarmut ist ein Problem

Einen etwas anderen Blick auf die Situation in Aachen haben die Mitarbeiter und Kunden der Aachener Tafel. In dem kleinen Gebäude an der Clermontstraße werden Tag für Tag Lebensmittel eingesammelt und umverteilt. Lebensmittel, die in Supermärkten und anderen Geschäften nicht verkauft werden, bekommen bei der Tafel eine „zweite Chance“, denn sie werden an Menschen abgegeben, die sich einen Einkauf in einem Supermarkt kaum leisten können. Immer mehr dieser Menschen sind von Altersarmut betroffen.

2235 aktive Kundenkarten sind bei der Aachener Tafel aktuell im Umlauf. Für die Mitarbeiter ist die Verwaltung und Versorgung der Kunden etwa mit dem Arbeitsaufwand eines kleinen Unternehmens vergleichbar. „655 dieser Karten sind Familienkarten“, sagt die Vorsitzende Jutta Schlockermann im Gespräch mit den „Nachrichten“. Die Vorsitzende der Aachener Tafel wird am 12. September vor der Podiumsdiskussion ein wenig aus der Praxis berichten.

Ein Drittel der Aachener Tafelkunden sind von Altersarmut betroffene Menschen. „Ich habe das Gefühl, dass es immer mehr kranke und ältere Menschen gibt, die nicht mehr in unser Gesellschaftssystem passen“, sagt sie. Für diese Menschen seien Einrichtungen wie die Tafel eine wichtige Anlaufstelle und auch eine Brücke zu anderen Hilfsangeboten, denn der Staat könne nicht jeden Sonderfall erfassen. Dabei sehen sich die Tafeln – ein eingetragener Verein, bei dem in Aachen etwa 85 Ehrenamtler tätig sind – selbst keinesfalls als Ersatz für Ämter oder andere staatliche Institutionen. „Doch das bürgerschaftliche Engagement gerät irgendwann an seine Grenzen“, sagt Schlockermann, die der Meinung ist: „Unsere Gesellschaft sollte dafür Sorge tragen, dass alte und kranke Menschen so ausreichend versorgt sind, dass sie nicht mehr selbst den Weg zur Tafel antreten müssen.“

Quelle: http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/podiumsdiskussion-acht-politiker-debattieren-in-der-citykirche-1.1704308

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