[Presse] Umbau des Stadions Oststraße: „Lösung, bei der es nur Gewinner gibt“

Von: Beatrix Oprée
Letzte Aktualisierung: 19. April 2018, 14:24 Uhr
Blick ins Stadion Oststraße: Ausreichend Platz sollen KBC und DJK auch künftig zur Verfügung stehen. Die sanierungsbedürftige Tribüne (hinten links) soll durch eine abgespeckte Variante ersetzt werden. Foto: B. Oprée

Herzogenrath. Die „Ertüchtigungs“-Pläne fürs Stadion Oststraße sind angepasst worden: Denn die Vereine sollen zufrieden gestellt werden, wenn dereinst – bedingt durch den Bau der Markttangente – der Sportplatz Langenberg als Trainingsstätte für den Kohlscheider BC wegfällt.

So lange wie irgend möglich soll der Platz im Zuge der Straßenbauphase noch erhalten bleiben, so der Wunsch der Politik, den Dr. Manfred Fleckenstein (SPD) und Renate Gülpen (CDU) auch im Ausschuss für Bildung, Sport und Kultur (BSK) formulierten. Damit der KBC nicht ein komplettes Jahr lang zu wenig Platz habe. Eine Aufwertung des Stadions durch die Anlage von einem großen und einem kleinen Kunstrasenfeld und einer Tartanbahn stelle indes eine erhebliche Verbesserung dar, betonte Fleckenstein.

Einstimmig erfolgte das Votum für einen 2,3 Millionen Euro teuren Umbau. Einen parallelen Trainingsbetrieb möchte die Politik dem KBC und den Leichtathleten der DJK Elmar Kohlscheid ermöglichen, was der erste Ausbauplan nicht unbedingt gewährleistete. So soll nun die noch im ersten Plan enthaltene Bioabfallsammelstelle zugunsten von Trainingsfläche nach andernorts verschwinden.

Nachgedacht hatte die SPD-CDU-Groko auch über die Tribüne, deren Sanierung mit 197.000 Euro zu Buche schlagen würde und die deswegen ursprünglich durch einen Erdwall ersetzt werden sollte. Eine einfache/günstige Kleintribüne ist jetzt der Wunsch. Kai Baumann (Piraten) schlug etwa einen nur zweistufigen Ausbau vor. So könne man dem Wunsch der Gesamtschule hinsichtlich Ablage- und Ruhemöglichkeiten bei den Bundesjugendspielen entsprechen.

Dass sich die Vereine finanziell an den Verbesserungen beteiligen, ist für den BSK Voraussetzung. Allerdings, so Bruno Barth (UBL), müsse man bedenken, dass dem KBC, der länger keine Heimspiele ausrichten könne, Einnahmen wegbrächen. Dr. Bernd Fasel (Grüne) freute sich, dass alle wichtigen Punkte berücksichtigt seien: „eine Lösung, bei der es nur Gewinner gibt“, ohne Eingriff ins Naturschutzgebiet, bei Wahrung des Bestandsschutzes und bei Kostenbeteiligung der Vereine. Erich Pelzer, beratendes Mitglied seitens des Seniorenbeirats, mahnte allerdings an, endlich auch eine Lösung in Sachen Barrierefreiheit im Stadion zu finden.

Als unbedingt angebracht hält es die Politik, die maroden Umkleiden zeitgleich zu sanieren. Erster Beigeordneter Hubert Philippengracht verwies indes auf die vielen anderen „dicken Baustellen“ in der Stadt: „Im Bauamt fehlen die personellen Kapazitäten, das muss man ganz klar sagen.“ Fleckenstein aber blieb beharrlich: „die Planung notfalls fremd vergeben“.

Quelle: http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/nordkreis/umbau-des-stadions-oststrasse-loesung-bei-der-es-nur-gewinner-gibt-1.1875999

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